this and that

Montag, 11. Juli 2011

ich hab gern die Wahl, aber entscheide nicht gern, weiß selten was ich will, aber meißt ziemlich genau was nicht. Ich kann mich für vieles begeistern, aber kaum etwas fesselt mich lange; bin gern unter Leuten, genauso gern allein. Kommunikativ und verschlossen, philosophisch und pragmatisch. Immer im Zwiespalt, aber glücklich.




Gestern war ich noch auf dem Flohmarkt unterwegs und habe mir ein paar super Gedichtbände zugelegt, und mein neues Lieblingsgedicht lest ihr hier:

Ja ich sehne mich nach dir. Ich gleite
mich verlierend selbst mir aus der Hand,
ohne Hoffnung, dass ich Das bestreite,
was zu mir kommt wie aus deiner Seite
ernst und unbeirrt und unverwandt.
... jene Zeiten: o wie war ich eines,
nichts was mich rief und nichts was mich verriet;
meine Stille war wie eines Steines,
über den der Bach sein Murmeln zieht.
Aber jetzt in den Frühlingswochen
hat mich etwas langsam abgebrochen
von dem unbewußten dunkeln Jahr.
Etwas hat mein armes warmes Leben
irgendeinem in die Hand gegeben,
der nicht weiß, was ich noch gestern war.


 

1 Comments:

21zehn hat gesagt…

wer dich besser kennt weiß dass das nicht erst seit gestern dein lieblingsgedicht is. :)

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